Montag, 17. Januar 2011

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Miezis Rappeltag - Teil 2

Nach dem kleinem Schläfchen, streckte sich Miezi kräftig und sah sich nun um. Also wenn man schon allein im Haus ist, sollte man das auch richtig ausnutzen. Miezi brauchte nicht lang zu überlegen und schlich zu Janinas Schlafzimmer.
„Ach das gibt es doch nicht,“ schimpfte das schwarze Fellknäuel. Die Tür war abgeschlossen. Bedeppert sah Miezi drein. So langsam ahnte sie, dass ihr Frauchen ihre kleine Katze besser kannte, als ihr lieb war.
Grummelnd tapste Miezi im Haus herum und hörte etwas aus Richtung der Tür, die zur Garage führt. Oh oh, Janina Frauchen war wieder zurück. Bommel und Purzel hörte sie auch. Jetzt hieß es flink sein.

Mit einem Husch war Miezi verschwunden, als Janina und die beiden anderen Tierchen das Haus betraten.
Purzel war schnell bei seinem Körbchen und merkte sofort das jemand darin herum gewühlt hatte. „Da war jemand in mein Körbchen.“
„In meinem auch,“ beschwerte sich Bommel.
Janina ließ erschrocken ihre Tüte fallen, die sie zuvor in der Hand trug, als sie die Küchentür geöffnet hatte. „MIEZI!!!“ rief sie.

Miezi hockte hinter einer Kommode und war sich sicher, hier findet man sie nicht. Aussitzen bis Gras drüber gewachsen ist, ja wohl, die Idee klingt gut. Wie lange muss man eigentlich warten bis Gras gewachsen ist? Mit diesen Gedanken rollte sich das Kätzchen ein und dachte nach. „Eigentlich müssten die alle stolz auf mich sein, immerhin hab ich einen ollen Geist im Keller verjagt.“
Aus ihren Gedanken gerissen sah sie plötzlich einen Katerkopf über sich baumeln. „Oh hallo Bommel, was gucksten du so? Ist schon wieder Weihnachten?“ Mit großen Kulleraugen schaute sie zu Bommel, damit er sie nicht verraten würde.
„Du bist eine ganz schön wilde Mieze, Frauchen schimpft und sagt, wer dich findet, bekommt ein Leckerli extra.“
Miezi schaute ihren Freund erstaunt an. Wenn sie sich selbst stellt, bekommt sie vielleicht auch ein extra Leckerli ab. Wieselflink huschte die schwarze Katze aus ihrem Versteck und rannte zu Janina, die damit beschäftigt war, das ganze Chaos in der Küche zu beseitigen.
„Da bist du ja du kleiner Wildfang. Dich kann man aber auch wirklich nie alleine lassen. Was hast du dir denn dabei gedacht?“ Wollte Miezis Frauchen wissen.
Sie schaute sie wieder mit ihren kleinen Klubschaugen an und rieb ihr Köpfchen an Janinas Bein. Doch sie war trotzdem noch sauer. „Diesmal kommst du mir damit nicht so einfach durch. Von nun an hast du Küchenverbot.“
„Aber aber ….. aber ich wollte doch nur spielen,“ stammelte sie.
„Du hast so viel Spielsachen, da musst du doch nicht die ganze Küche verwüsten.“
„Ja aber, ich war doch ganz tapfer. Hab sogar einen Geist verjagt, der im Keller alles umgeschmissen hat.“ Noch bevor Miezi diesen Satz beendet hatte, ahnte sie bereits dass das Konsequenzen haben würde.
„Was sagst du da?“ Sofort lief Janina zur Kellertür und schaute nach unten. „Ach Miezi, nun schau dir an was du angerichtet hast.“
Miezi schaute nach unten und nickte zufrieden. „Siehste, der doofe Geist ist weg und alles ist wieder gut.“
Purzel kam dazu und luntzte ebenfalls die Treppe runter. „Nicht mal ich krieg so viel Blödsinn hin wie du.“ Mit diesen Worten rempelte der Beagle Miezi an und tapste kichernd wieder davon.
Miezi streckte Purzel die Zunge raus und schaut hoch zu ihrem Frauchen. „Aber der Geist ist weg, ja wohl.“
Janina nahm ihre Katze auf den Arm und seufzte. „Was soll ich nur mit dir kleinen Frechdachs anstellen, hmmm? Du kannst doch nicht immer alles durcheinander bringen. Ich glaube ich nehm dich in Zukunft immer mit oder Purzel muss auf dich aufpassen.“
„Waaaaaas?“ Erschrocken schaute sie Janina an. „Ich brauch doch keinen Babysitter Wuffel, ich bin doch schon eine große Katze.“
„Du benimmst dich aber nicht so. Oder möchtest du das ich dich irgendwo einsperre, damit du nichts anstellen kannst?“
„Das ist doch Mist, ich will doch nur spielen,“ grummelte das kleine schwarze Kätzchen und ließ sich in ihr Körbchen setzen.
Janina überlegte kurz und ging in den Keller. Neugierig äugten Miezi, Bommel und Purzel ihrem Frauchen hinter her. „Ob sie nachguckt ob der Geist weg ist,“ fragte Miezi neugierig.
„Da unten war doch nicht wirklich ein Geist,“ wollte Bommel wissen.
„Ja klar, was denkst du denn. Ein ganz hippeliger Geist, der hat alles umgeschmissen. Hättest du sehen sollen.“
„Du veräppelst uns doch,“ rief Purzel und sah die Katze misstrauisch an.
„War da wohl einer,“ erwiderte Miezi trotzig und schleckte sich verlegen ihre Pfötchen ab.
Bommel sprang auf Miezis Rücken und wurschtelte mit seinen Pfötchen ihr Köpfchen durcheinander. „Heeee,“ protestierte das Kätzchen.
„Los spucks aus.“
Miezi sah verdutzt den Kater an. „Ich soll was ausspucken? Igitt bist du ferkelig.“
Bommel tatzte Miezi eine hinter den Öhrchen und streckte ihr zusätzlich die Zunge raus. „Es gibt gar keinen Geist, das warste alles selber.“
„Beweise du komischer Kater.“ Nun streckte Miezi ihm die Zunge raus und dachte nicht daran irgend etwas zuzugeben.

Purzel war inzwischen zur Kellertür gegangen und schaute die Treppe hinunter. Er hörte rumpeln und klappern.
„Oh oh, der Geist ist da unten und Janina kämpelt mit dem,“ rief der Beagle.
„Ahaaa, na was sagste jetzt du oller Kater.“ Triumphierend schaute Miezi zu Bommel, der widerum mit offenem Mäulchen da stand und staunte.
„Wir müssen unserem Frauchen helfen.“
Miezi stimmte ihrem Kater Freund zu. „Genau, wir verjagen den doofen Geist für immer und ewig.“
„Wir brauchen einen Schlachtruf,“ sagte Purzel.
„Wie wärs mit Jupie?“
„Jupie?“ Miezi schaute kichernd zu Bommel.
„Und wie klingt das? Wuff Wuff,“ kläffte Purzel.
„Das klingt ja noch komischer. Ich bin für Jipie,“ schlug Bommel vor.
Die anderen beiden nickten und waren einverstanden. Der Schlachtruf war geklärt, aber wie verjagt man einen Geist? Man war sich einig, einfach los stürmen und ständig Jipie rufen.
Gesagt getan, die Drei Geisterjäger stürmten Jipie rufend nach unten und machten das einzig richtige, alles nieder brüllen und um den Haufen rennen was sich ungefragt in den Weg stellte. Purzel war der erster Stürmer, gefolgt von den beiden Miezekatzen, die einen ordentlich Spurt für ihre Größe drauf hatten. Außer dem ganzen Miauen, Bellen und das Jipie, konnte man auch noch Gepolter, Scheppern und Rumpeln hören. Dann war mit einem mal nur nochStille zu hören.
Langsam bewegte sich etwas in dem ganzen Chaos aus Kartons, Schachteln und anderem Gerümpel. Zuerst kroch Janina hervor und dann die vierbeinige Gefolgschaft, die ziemlich eingestaubt anzusehen war.
„Also eins steht fest, hier muss wirklich mal aufgeräumt werden,“ sagte Janina, die den ganzen Staub aus ihrem Gesicht wedelte.
„Ist doch Wurscht,“ rief Miezi. „Diesmal ist der Geist aber endgültig weg.“
Janina konnte nicht anders als zu schmunzeln und ihre 3 Lieblinge zu kraulen. „Ja, diesmal ist der doofe Geist endlich weg. Ihr seid so was von mutig.“

Na also, Geister verjagt, Küche umgestylt, Körbchenkontrolle gemacht. Da soll mal einer sagen, kleine Katzen können nicht fleißig sein. Es bedarf nur einer winzig kleinen anderen Betrachtungsweise und schon erkennt man, wie tapfer und wagemutig Miezi ihren Rappeltag bewältigt hatte.
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Miezi & Jani

Janina ist mein Pixel-Püppchen, das seit 2007 in Second Life zu Hause ist. Aus der Liebe zu Katzen, erblickte Miezi kurze Zeit später das Licht der virtuellen Welt und ist seit über 2 Jahren ein wichtiger Bestandteil meines verpixelten Lebens. Das Tierchen möchte ich genauso wenig vermissen, wie meine Janina. Hier findet man Miezis Abenteuer, die allerdings nichts mit Second Life zu tun haben. Die Geschichten um Janina sind jedoch Erlebnisse aus SL.

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